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Posts Tagged ‘Chancen Afrika’

Peak Oil – Auswirkungen auch auf Afrika

Peak Oil bezeichnet ein Fördermaximum, das mit den gegebenen technischen Mitteln und den bekannten Reserven nicht weiter ausgebaut werden kann. Bisher hat die höchste weltweite Öl-Produktion im Juli 2008 stattgefunden. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat nun zu einem niedrigeren Ausstoß geführt, wobei die Frage nach Ursache und Wirkung hier erlaubt sein sollte.

Peak Oil Szenarien

Peak Oil Szenarien vs Bevölkerungsdynamischer Nachfragefunktion

Nicht wenige Experten sprechen von einem eben solchem „Bumpy Plateau“, das vor dem finalen Rückgang der Produktion steht und mit extremen Preisausschlägen verbunden ist. Wir erinnern uns. Der Ölpreis erreichte vor der Krise Preise jenseits der 100 Dollar je Fass Rohöl. Gerade in Afrika hatte dieser hohe Preis negative Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Treibstoff. Zudem sind im Zuge dieser Entwicklung auch die Preise für Grundnahrungsmittel angestiegen. Nicht zuletzt wegen der Flächenkonkurrenz von Nahrungs- und Energiepflanzen, bzw. der Flächensubstitution.

„Peak Oil wird nicht von den alltäglichen Erfahrungen und nur partiell von historischen Parallelen geleitet. Entsprechend schwierig ist es sich vorzustellen, welche Bedeutung ein sukzessiver Entzug einer der wichtigsten Energiequellen unserer Zivilisation haben kann. Psychologische Barrieren sorgen für das Ausblenden an sich unbestreitbarer Fakten und führen zu fast instinktiver Ablehnung einer eingehenden Auseinandersetzung mit dieser schwierigen Thematik. Der Eintritt des Peak Oil ist jedoch unvermeidlich.“

konstatiert die jetzt  bekannt gewordene Studie der Bundeswehr Studie Peak Oil.

Peak Oil ist schon heute eine Realität

Die Energieausbeute der neueren Funde/Explorationen und Förderung nimmt ab. Früher bedurfte es eines Fasses Öl um Hundert neue Fässer zu fördern. Heute bewegt sich diese Relation eher bei 1:10 und liegt bei Ölsanden und –schiefern weit darunter. Die Nettoenergieausbeute reicht hinab bis zu einer sehr schlechten Quote von 1:1,5. Auch nachwachsende Energien sind längst nicht so billig zu haben wie einst leichtes Rohöl. Je nach Pflanze und Standort sind Ausbeuten von 1: >5 eher die Ausnahme.

Für Afrika ist der Einstieg ins Zeitalter der sich verknappenden fossilen Rohstoffe keine gute Nachricht. Denn Wachstumspfade, die auf billiger Energie beruhen, sind nicht mehr umzusetzen.  Wie stark einzelne afrikanische Länder vom Peak Oil Szenario getroffen werden, hängt vom Grad ihrer Einbindung in die globale Wirtschaft ab. Dabei führt ein niedrigerer Grad an Einbindung tendenziell zu weniger schweren Auswirkungen.

Solche Voraussetzungen können heute lediglich für abgelegene ländliche Gebiete Afrikas konstatiert werden. Dennoch könnte der Ressourcenreichtum einiger afrikanischer Länder das Ticket für einen eigenen Entwicklungspfad sein. Voraussetzung: Wertvolle Ressourcen müssen sinnvoll und langfristig vermarktet werden und unvorteilhafte einseitige Abhängigkeiten vermieden werden.

Um nicht Opfer einseitiger Interessen zu werden, muss sich Afrika seiner weiter wachsenden Bedeutung im Kontext knapper Ressourcen insgesamt und dem Peak Oil Szenario im Speziellen bewusst werden, und zwar nicht nur in Hinblick auf China. Überlegungen zur Ressourcensicherheit sowie geopolitisch und sicherheitspolitisch relevante Veränderung lassen Afrika verstärkt auch in den Fokus Europas und speziell Deutschlands rücken. Auch ist Afrika Schauplatz grosser regenerativer Energieprojekte. Stichwort: DESERTEC

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Dollars & Danger bei CNBC und Angolas Börse öffnet in Q3

Dollars & Danger: Africa, the final investing Frontier

Dollars & Danger: Africa, the final investing Frontier

Gefragt nach der Höhe der zu erwartenden Gewinne in Afrika, antwortet der amerikanische Immobilien-Investor Primo: “Ein typisches Investment in eine Immobilien-Projektentwicklung sollte mit 40 bis 50% rentieren.” Wie schon der Titel „Dollars & Danger“ vermuten lässt, sind nicht alle Stimmen, die zu Wort kommen, so positiv.

Zur CNBC’s Mircosite

Uneingeschränkt positiv: Angolas Börse wird mit großer Wahrscheinlichkeit  in Q3 2009 öffnen.

Afrika Stratege Ayo Salami weiterhin bullish: Nur eine Delle im Langzeichart

Einer der erfahrensten Investmentstragen für Afrika, Ayo Salami, sieht die langfristige Afrika-Story voll in Takt:

“If this were in the middle of a 20-year chart, this would be just a blip,” he says, emphasising the long-term nature of the African growth story.

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Obgleich auch sein Fonds bzw. der zugrundeliegende Index 40% verloren hat, sind die Basiseffekte (Konsum, Infrastruktur) für Afrika auch zukünftig vorhanden. Deshalb sei es nur eine Frage der Zeit, bis der Kontinent verstärkt auf dem Radar der Investoren erscheint.

FT Beitrag: The lure of Africa’s long term story

Weltwirtschaftskrise und Afrika

Wird Afrika mit voller Wucht von der Finanz- und Wirtschaftskrise erwischt und was heißt das für Investitionen südlich der Sahara?

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Die Auswirkungen sind spürbar und werden teilweise auch noch ernster werden. Dennoch wird die Region auch in 2009 ein Wachstum verzeichnen können. Die großen Infrastrukturmaßnahmen haben nicht an Bedeutung verloren. Die Bevölkerung wächst und das vielerorts mit merklichen Wohlstandszuwächsen. Deshalb wird der Binnenkonsum nicht abreißen.

Das durch China getriebene Wachstum wird zwischenzeitlich weiter in dem Maße zurückgehen, wie die Produktion und damit die Rohstoffnachfrage zurückgefahren wird. Ohne große Not wird China seine bereits erzielten Wettbewerbsvorteile gegenüber Nordamerika und Europa keinesfalls preisgegeben.

Die drastisch zurückgegangenen Rohstoffpreise haben nicht nur negative Auswirkungen auf Afrika südlich der Sahara. Jetzt kann die Grundversorgung über agrarische Rohstoffe wieder besser gewährleistet werden und die Konsumneigung kann ausgehend von niedrigem Niveau weiter steigen, und zwar nicht nur nach Nahrungsmitteln.

Niedrigere Preise im Nahrungs- und Energiebereich sind gleichzeitig ein Stabilisierungsfaktor für die Region. So wird auch das Thema Public Governance bzw. verlässliche und stabile Regierungen weiter vorankommen. Die weitestgehend reibungslose Wahl und der damit einhergehende Regierungswechsel in Ghana Macht in dieser Hinsicht Mut.

Insgesamt fällt das Fazit positiv aus: Sinkende Nahrungsmittelpreise und mancherorts gefestigte Regierungen sind eine Grundvoraussetzungen für weitere Investitionen, bspw. für große Infrastrukturmaßnahmen. Dadurch wird Afrika selbst im globalen Wirtschaftskrisenjahr ein moderates Wachstum erzielen können. Da dies derzeit nur in wenigen Regionen der Welt der Fall ist, kann davon ausgegangen werden, dass überdurchschnittlich viele Investitionen, wenn auch ausgehend von niedrigem Niveau, in Afrika getätigt werden.

Chancenreich investieren in Afrika südlich der Sahara wird gerade in 2009 ein vielversprechendes Thema sein und auch bleiben.

Afrikanische Aktien zu Tiefstpreisen

Marktübertreibungen haben zu Tiefstpreisen auch von afrikanischen  Aktien geführt. BLOOMBERG hat u.a. vier afrikanische Unternehmen identifiziert, die Cash Positionen halten, die sowohl ihre Verbindlichkeiten als auch ihre aktuelle Marktkapitalisation übersteigen:

Da die Bloomberg-Analyse nur Unternehmen mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde US$ berücksichtigt, fallen nur die genannten nigerianische Banken in diese Kategorie.

Podcast: Ist Afrika die vergessene Perle für Investoren?

Die Trans Africa Invest ist ein junges Unternehmen, das seinen Fokus auf die Geschäftsperspektiven und Investmentchancen der dynamischen Wachstumsmärkte in Afrika richtet. Geschäftsführer Hartmut Sieper im Interview mit Börsenradio Network AG: Hier geht’s zum Podcast.

„Afrika jubelt“ im Anlagemagazin Cash.

Afrika jubelt, so titelt die aktuelle Ausgabe des Kapitalanlagemagazins und konstatiert, dass die Fondsindustrie auf Afrika aufmerksam geworden ist. Insgesamt bietet der Cash. Beitrag von Marc Radke einen guten Einstieg in den Themenkomplex.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Die zunehmende Zahl der Afrika-Anlagemöglichkeiten, speziell in Form von Fonds und Zertifikaten, wird mit demokratischen Reformen und anhaltend hohen Rohstoffpreisen begründet. Auch die Fußball WM 2010 sollte zusätzlichen Schub verleihen.
  • William Pang, Fondsmanager des ING Invest Africa & Middle East, wird dahingehend zitiert, dass einige auf einem guten Weg seien, so zahlte zum Beispiel Nigeria als erstes afrikanisches Land seine kompletten Auslandsschulden zurück. Gute Voraussetzungen für einen stetigen Aufstieg.
  • Zudem spräche die junge Bevölkerung für einen hohen Aufholbedarf, bzw. hohe zukünftige Binnennachfrage. Dadurch sollten hohe Wachstumsraten bspw. im Mobilfunksektor noch lange anhalten.
  • Das Bruttoinlandsprodukt steigt seit fünf Jahren in Folge um mehr als fünf Prozent, in 2007 um mehr als sechs Prozent. Für 2008 werden sogar sieben Prozent erwartet. Insbesondere die Volkswirtschaften, die Erdöl fördern, trugen besonders viel dazu bei und expandierten im vergangenen Jahr im Schnitt um rund acht Prozent.
  • Auch die geringe Korrelation wird positiv unterstrichen: „Das Wachstum wird in Afrika im Jahr 2008 deutlich höher ausfallen als im Durchschnitt der Schwellenländer, dabei sind die afrikanische Aktienmärkte kaum mit den Weltmärkten korreliert und somit geeignet, Anleger-Depots zu diversifizieren“, meint auch ABN-Expertin Tarhan.
  • Die von Cash. befragten Experten sehen in der zunehmender Inflation die größte Gefahr, die der aufstrebenden Region droht.

Eine Betrachtung der letzten Jahre zeigt, dass diese Befürchtung für die jüngere Vergangenheit weitestgehend ausgeblieben ist.

  • Wie auch in den vorangegangenen Blogs herausgestellt, wird Afrika derzeit nicht nur von China umworben, sondern auch vom mittleren Osten und dem indischen Sub-Kontinent: für die indischen Tata-Gruppe spielt der ganze Kontinent bei der Globalisierungsstrategie des Mischkonzerns eine Schlüsselrolle. Ähnlich stellt sich auch die Strategie des Mittleren Ostens dar, der ebenfalls bereits stark in Afrika engagiert ist. Teilweise wird hier von gewachsenen muslimischen Kontakten profitiert.
  • „Gerade in Afrika ist aktives Management ein absolutes Muss. Ein lokales Netzwerk und Research sind dort unabdingbar, um nachhaltig Alpha zu generieren“, wird Wallberg African All Stars Fondsmanager Peter Leger zitiert.
  • Fazit von Cash.: In den aktuellen Börsenturbulenzen bieten sich Stockpickern gute Chancen, besser als Indizes zu performen.

Für einen bilateralen Diskurs über Konzepte für die Direktanlage südlich der Sahara nutzen Sie bitte diese Mailadresse: info@investafrica.de