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Archive for the ‘Fondsanlage’ Category

Afrika-Fonds mit Rekordzuflüssen

Laut dem Washingtoner Fund Tracker sind in den letzten 12 Monate netto 660.000.000 US $ in Fonds mit Anlageschwerpunkt Afrika geflossen. Im globalen Vergleich nicht gerade Unsummen, dennoch weit mehr als jemals zuvor. Reuters Beitrag

DUET CIO Salami legt nach – CNBC

Dr.  Salami führt aus, dass die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in Afrika relativ überschaubar bleiben.  So werde auch das Wachstum in Afrika wohl eher bei 3% als bei den prognostizierten 2% liegen.  Diese in der Gesamtschau positive Entwicklung wird erreicht, und zwar trotz der gerade im Vergleich zu anderen Emerging Market oder auch Osteuropa marginalen Zuwendung des IMF in Höhe von $ 2, 5 Mrd.

Auch Einschnitte der direkten Geldtransfers durch Angehörige, die im Ausland leben und Geld nach Afrika schicken,  fallen gering aus: Rückgänge von weniger als 10% sind zu verzeichnen. Vielmehr werden in Ländern wie Ghana, Kenya oder auch Botswana diese Transferleistungen auch in der Krise sonstige Hilfszahlungen aus der Entwicklungzusammenarbeit bei weitem übersteigen.

Letzlich bleibt ein freier Marktzugang der entscheidende Treiber für  Wachstum in der Region. Deshalb muss dort angesetzt werden, um Handelshemnisse zu beseitigen. Dem hingegen zeigen Hilfsleistungen per Saldo in der Regel negative Effekte.

CNBC Video

Afrika Stratege Ayo Salami weiterhin bullish: Nur eine Delle im Langzeichart

Einer der erfahrensten Investmentstragen für Afrika, Ayo Salami, sieht die langfristige Afrika-Story voll in Takt:

“If this were in the middle of a 20-year chart, this would be just a blip,” he says, emphasising the long-term nature of the African growth story.

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Obgleich auch sein Fonds bzw. der zugrundeliegende Index 40% verloren hat, sind die Basiseffekte (Konsum, Infrastruktur) für Afrika auch zukünftig vorhanden. Deshalb sei es nur eine Frage der Zeit, bis der Kontinent verstärkt auf dem Radar der Investoren erscheint.

FT Beitrag: The lure of Africa’s long term story

Und noch ein weiterer Afrika-Fonds

Nach den bereits am deutschen Markt etablierten Fonds mit Fokus Afrika hat jetztauch die skandinavische Fondsgesellschaft Nordea einen Afrika-Fonds aufgelegt. Der Nordea African Fonds (ISIN LU0390856663) ist ein reiner Aktienfonds und wird von der südafrikanischen Fondsgesellschaft Stanlib Asset Management betreut. Manager sind Richard Middleton und Stephane Bwakira. Sie betreuen bereits den Standard South Africa Fonds (WKN: A0NHD3), den Stanlib im August vergangenen Jahres auf den deutschen Markt brachte.

Die Anlageuniversum des Nordea African Fonds umfasst je zur Hälfte Südafrika und das restliche Afrika. Durch den Südafrika- bzw. Rohstoff-Bias konterkariert der Investor letztlich einen wichtigen Vorteil seines Afrika-Investments, nämlich die niedrige Korrelation mit anderen Kapitalmärkten und ersetzt diesen durch eine hohe Korrelation mit den Rohstoffmärkten. 

Nordea legt Afrikafonds auf

19.11.2008

Die Investmentgesellschaft Nordea hat mit Nordea 1 – African Equity am 17. November einen eigenen Afrikafonds aufgelegt. Als externen Fondsmanager wurde Stanlib Asset Management aus Südafrika* gewonnen. Die Erfolgsaussichten des neuen Produkts sind laut Nordea viel versprechend. So geht der Internationale Währungsfonds trotz der weltweiten Konjunkturabschwächung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in Afrika sowohl 2008 als auch 2009 um etwa sechs Prozent ansteigen wird. Damit liegt das BIP-Wachstum dieser Region deutlich über den Wachstumsraten der meisten Volkswirtschaften. Dies, so Nordea, kann auf das strukturelle Wachstum zurückgeführt werden, welches die zunehmende Demokratisierung und die Einführung der freien Marktwirtschaft mit sich gebracht haben. Die hieraus entstehende neue Mittelschicht und die Nachfrage nach afrikanischen Rohstoffen stärken diese Entwicklung zusätzlich.

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Dokumentarfilm: Africa Investment Horizons

Der Film Africa Investment Horizons beschreibt Anlagechanchen im Afrika südlich der Sahara. Dabei geht es genauso um institutionelle Fonds mit einer Mindestanlagesumme von US $5 Millionen, wie auch den lokalen Fonds in Ghana, der lediglich US $50 voraussetzt und seine Anleger bisher mit einer Performance von über 60% p.a. verwöhnt hat. 

Ghana’s Forgotten Stock Market Outperforms the World …

…as Trading Dries Up“

,so Bloomberg am 30.10.2008. Mit einem Kursplus von 63% per 30.10.2008 ist Ghanas Börse in diesem Jahr weltweit die mit der besten Performance. Insgesamt sind dort 34 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von US $ 15,5 Milliarden gelistet.

Zum Vergleich sind an Afrikas zweitgrößter Börse, nach der JSE in Johannesburg, der Nigerian Stock Exchange in Lagos, 219 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von US $ 80 Milliarden handelbar. Dort sind seit März bei deutlich höherer Liquidität die Kurse im Durchschnitt um 44% gesunken. 

Die beiden KAGs Investec und Renaissance, die in Ghana bereits am Markt agieren, sehen auch weiterhin gute Chancen. Insbesondere die Einführung eines neuen elektronischen Handelssystems wird im kommenden Jahr zusätzliche Impulse setzen. Möglicherweise wird dann auch die zuletzt kaum noch vorhandene Liquidität an Ghanas Börse zurückkehren. 

 

Oct. 30 (Bloomberg) — Vendors hawking handbags and fruit along downtown Accra’s Liberia Road are busier than the traders five stories upstairs on the Ghana Stock Exchange. 

An offshore-oil discovery, rising commodity prices and government spending on roads and other projects drove the market to a 63 percent gain this year, making it the world’s best- performing bourse. 

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Börsen-Zeitung jumping on the Bandwagon

Auch der neue Börsen-Zeitungsableger „rendite02“ bringt Afrika auf den Titel: Investmentchancen auf dem schwarzen Kontinent.

Darin findet sich eine aktuelle Übersicht zu allen derzeit auf dem deutschen Markt verfügbaren Fonds, die auf dem Kontinent investieren. 

Andere Take-Aways:
  • 74% der gesamten Marktkapitalisierung Afrikas sind in S-Afrika gebunden, dabei entspricht die Gesamtkapitalisierung gerade einmal 1,5% der weltweiten Investitionen. 
  • Das afrikanische Anlageuniversum umfasst laut DWS 1.100 Aktien verteilt auf über 20 Börsen mit einer Kapitalisierung von $ 800 Mrd. 
  • Nicht gerade billig: Nigeria wies zum Jahresanfang bereits ein durchschnittliches KGV von 40 auf.
  • Performance-Meister ist derzeit Ghana.
  • IPOs: Mindestens 22 Unternehmen gehen dieses Jahr südlich der Sahara an die Börse. 
  • Rohstoffreichtum: Beispielsweise steht Afrika für 12% der weltweiten Erdölproduktion und 78% der Platinprodukton. 
  • Private Equity: Emerging Capital Partner sind als First Movers schon seit 1999 $1,2 Mrd. erfolgreich in Afrika investiert. Der von Altira initierte African Development Fonds ist dagegen mit seinen $ 25 Mio. vergleichsweise klein.
  • Die DWS Assetmanagers charakterisieren die Chancen in Afrika treffend mit 4 Cs: Commodities, Construction Consumption und China.
  • Outperformance und wenig Korrelaton

Anderes Thema: Gerade weil es sich hierbei nicht um ein chancenreiches Investment handelt, gehört der Beitrag hier hin: Entwicklungszusammenarbeit oder – hilfe wird immer wieder als Transferleistung zur Armutsbekämpfung bezeichnet. Der Economist Artikel The Future of Aid  bringt die typischem Ineffiziensen auf den Punkt. 

„Afrika jubelt“ im Anlagemagazin Cash.

Afrika jubelt, so titelt die aktuelle Ausgabe des Kapitalanlagemagazins und konstatiert, dass die Fondsindustrie auf Afrika aufmerksam geworden ist. Insgesamt bietet der Cash. Beitrag von Marc Radke einen guten Einstieg in den Themenkomplex.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Die zunehmende Zahl der Afrika-Anlagemöglichkeiten, speziell in Form von Fonds und Zertifikaten, wird mit demokratischen Reformen und anhaltend hohen Rohstoffpreisen begründet. Auch die Fußball WM 2010 sollte zusätzlichen Schub verleihen.
  • William Pang, Fondsmanager des ING Invest Africa & Middle East, wird dahingehend zitiert, dass einige auf einem guten Weg seien, so zahlte zum Beispiel Nigeria als erstes afrikanisches Land seine kompletten Auslandsschulden zurück. Gute Voraussetzungen für einen stetigen Aufstieg.
  • Zudem spräche die junge Bevölkerung für einen hohen Aufholbedarf, bzw. hohe zukünftige Binnennachfrage. Dadurch sollten hohe Wachstumsraten bspw. im Mobilfunksektor noch lange anhalten.
  • Das Bruttoinlandsprodukt steigt seit fünf Jahren in Folge um mehr als fünf Prozent, in 2007 um mehr als sechs Prozent. Für 2008 werden sogar sieben Prozent erwartet. Insbesondere die Volkswirtschaften, die Erdöl fördern, trugen besonders viel dazu bei und expandierten im vergangenen Jahr im Schnitt um rund acht Prozent.
  • Auch die geringe Korrelation wird positiv unterstrichen: „Das Wachstum wird in Afrika im Jahr 2008 deutlich höher ausfallen als im Durchschnitt der Schwellenländer, dabei sind die afrikanische Aktienmärkte kaum mit den Weltmärkten korreliert und somit geeignet, Anleger-Depots zu diversifizieren“, meint auch ABN-Expertin Tarhan.
  • Die von Cash. befragten Experten sehen in der zunehmender Inflation die größte Gefahr, die der aufstrebenden Region droht.

Eine Betrachtung der letzten Jahre zeigt, dass diese Befürchtung für die jüngere Vergangenheit weitestgehend ausgeblieben ist.

  • Wie auch in den vorangegangenen Blogs herausgestellt, wird Afrika derzeit nicht nur von China umworben, sondern auch vom mittleren Osten und dem indischen Sub-Kontinent: für die indischen Tata-Gruppe spielt der ganze Kontinent bei der Globalisierungsstrategie des Mischkonzerns eine Schlüsselrolle. Ähnlich stellt sich auch die Strategie des Mittleren Ostens dar, der ebenfalls bereits stark in Afrika engagiert ist. Teilweise wird hier von gewachsenen muslimischen Kontakten profitiert.
  • „Gerade in Afrika ist aktives Management ein absolutes Muss. Ein lokales Netzwerk und Research sind dort unabdingbar, um nachhaltig Alpha zu generieren“, wird Wallberg African All Stars Fondsmanager Peter Leger zitiert.
  • Fazit von Cash.: In den aktuellen Börsenturbulenzen bieten sich Stockpickern gute Chancen, besser als Indizes zu performen.

Für einen bilateralen Diskurs über Konzepte für die Direktanlage südlich der Sahara nutzen Sie bitte diese Mailadresse: info@investafrica.de

FTD bespricht Afrika-Fonds: Sommerloch oder Dauerbrenner?

Investieren in Afrika wird zunehmend zu einem Thema mit großer Reichweite. Dabei sind die Vorbehalte weiterhin groß. So titelt die FTD „Afrikafonds bergen viele Risiken“.

Bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, dass die Volatilität gerade in der jetzigen Verfassung der Kapitalmärkte nicht viel größer ist, als die der etablierten Märkte. Das durchgängig angeführte Argument der niedrigen Liquidität könnte tatsächlich zum Problem werden, sollten die großen Publikumsfonds in nur wenige Märkte bzw. wenige Basiswerte investieren.

Immerhin haben sich auch große internationale Player die Region vorgenommen – wenn auch nicht ganz so fokussiert , so z.B. Fidelity mit seinem EMEA Fonds.

Für ein wirklich diversifiziertes und gleichzeitig fokussiertes Investment fehlen oftmals die Ressourcen und die lokale Expertise auf dem zumindest geografisch riesigen Markt. Trotzdem ist absehbar, dass zukünftig breiter gestreut werden wird. So investiert beispielsweise der DWS InvestAfrica in Ägypten, Tunesien, Marokko, Nigeria, Ghana, Kenia, Sambia und Südafrika.

Steckbrief
Name DWS Invest Africa
ISIN LU0329759764
Agio 5,00 %
Laufende Gebühr 1,75 % p.a. 1)
Anteilspreis  2) 88,39 €
 

 

 

 

1) plus erfolgsabhängige Vergütung; 2) Stand: 13. 8. 08; Quelle: DWS, Comdirect

 

Mehrere Zielmärkte, große Posten in Nordafrika und das allgemein schlechte Sentiment dürften hilfreich sein, um eine kurzfristige Überhitzung der Märkte zu verhindern und mögliche damit einhergehende Liquiditätsengpässe.

Der derzeit erfolgsversprechendste Weg in das Afrika südlich der Sahara zu investieren, dürfte die Anlage in die zahlreichen lokalen Fonds der Region sein. An den rund 20 Börsen des Kontinents investieren hunderte von lokalen Kapitalanlagegesellschaften, die jeweils über die lokale Expertise verfügen.

Leider ist die Direktanlage in diesen Märkten nur schwer möglich, deshalb arbeite ich an einem Dachfonds der genau dies leisten kann. Mit der richtigen Strategie ist die Anlage südlich der Sahara deutlich mehr als eine Wette auf ein höheres Wachstum, wie in anderen Schwellenländern!

Mehr infos zur Konzeption und Projektanfragen unter info@investafrica.de