Archiv

Posts Tagged ‘Ghana’

DUET CIO Salami legt nach – CNBC

Dr.  Salami führt aus, dass die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in Afrika relativ überschaubar bleiben.  So werde auch das Wachstum in Afrika wohl eher bei 3% als bei den prognostizierten 2% liegen.  Diese in der Gesamtschau positive Entwicklung wird erreicht, und zwar trotz der gerade im Vergleich zu anderen Emerging Market oder auch Osteuropa marginalen Zuwendung des IMF in Höhe von $ 2, 5 Mrd.

Auch Einschnitte der direkten Geldtransfers durch Angehörige, die im Ausland leben und Geld nach Afrika schicken,  fallen gering aus: Rückgänge von weniger als 10% sind zu verzeichnen. Vielmehr werden in Ländern wie Ghana, Kenya oder auch Botswana diese Transferleistungen auch in der Krise sonstige Hilfszahlungen aus der Entwicklungzusammenarbeit bei weitem übersteigen.

Letzlich bleibt ein freier Marktzugang der entscheidende Treiber für  Wachstum in der Region. Deshalb muss dort angesetzt werden, um Handelshemnisse zu beseitigen. Dem hingegen zeigen Hilfsleistungen per Saldo in der Regel negative Effekte.

CNBC Video

Werbeanzeigen

Weltwirtschaftskrise und Afrika

Wird Afrika mit voller Wucht von der Finanz- und Wirtschaftskrise erwischt und was heißt das für Investitionen südlich der Sahara?

african-growth1

Die Auswirkungen sind spürbar und werden teilweise auch noch ernster werden. Dennoch wird die Region auch in 2009 ein Wachstum verzeichnen können. Die großen Infrastrukturmaßnahmen haben nicht an Bedeutung verloren. Die Bevölkerung wächst und das vielerorts mit merklichen Wohlstandszuwächsen. Deshalb wird der Binnenkonsum nicht abreißen.

Das durch China getriebene Wachstum wird zwischenzeitlich weiter in dem Maße zurückgehen, wie die Produktion und damit die Rohstoffnachfrage zurückgefahren wird. Ohne große Not wird China seine bereits erzielten Wettbewerbsvorteile gegenüber Nordamerika und Europa keinesfalls preisgegeben.

Die drastisch zurückgegangenen Rohstoffpreise haben nicht nur negative Auswirkungen auf Afrika südlich der Sahara. Jetzt kann die Grundversorgung über agrarische Rohstoffe wieder besser gewährleistet werden und die Konsumneigung kann ausgehend von niedrigem Niveau weiter steigen, und zwar nicht nur nach Nahrungsmitteln.

Niedrigere Preise im Nahrungs- und Energiebereich sind gleichzeitig ein Stabilisierungsfaktor für die Region. So wird auch das Thema Public Governance bzw. verlässliche und stabile Regierungen weiter vorankommen. Die weitestgehend reibungslose Wahl und der damit einhergehende Regierungswechsel in Ghana Macht in dieser Hinsicht Mut.

Insgesamt fällt das Fazit positiv aus: Sinkende Nahrungsmittelpreise und mancherorts gefestigte Regierungen sind eine Grundvoraussetzungen für weitere Investitionen, bspw. für große Infrastrukturmaßnahmen. Dadurch wird Afrika selbst im globalen Wirtschaftskrisenjahr ein moderates Wachstum erzielen können. Da dies derzeit nur in wenigen Regionen der Welt der Fall ist, kann davon ausgegangen werden, dass überdurchschnittlich viele Investitionen, wenn auch ausgehend von niedrigem Niveau, in Afrika getätigt werden.

Chancenreich investieren in Afrika südlich der Sahara wird gerade in 2009 ein vielversprechendes Thema sein und auch bleiben.

Leichte Kost von Markus Koch: Infomercial Ghana

Anfang des Jahres machte der Börsenberichterstatter Makus Koch im Zuge seiner Weltreise „In 70 Tagen um die Welt“ Stopp in Ghana, um dort interessante Investmentchancen aufzuspüren. Gerade in Zeiten in denen es mal wieder Negativschlagzeielen hagelt (Konflikt im osten Kongos),  macht ein durchweg positiver Videobeitrag besonders Spass. Hier geht’s zur kurzweiligen Infomercial: „Station im Regenwald“.

Ghana’s Forgotten Stock Market Outperforms the World …

…as Trading Dries Up“

,so Bloomberg am 30.10.2008. Mit einem Kursplus von 63% per 30.10.2008 ist Ghanas Börse in diesem Jahr weltweit die mit der besten Performance. Insgesamt sind dort 34 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von US $ 15,5 Milliarden gelistet.

Zum Vergleich sind an Afrikas zweitgrößter Börse, nach der JSE in Johannesburg, der Nigerian Stock Exchange in Lagos, 219 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von US $ 80 Milliarden handelbar. Dort sind seit März bei deutlich höherer Liquidität die Kurse im Durchschnitt um 44% gesunken. 

Die beiden KAGs Investec und Renaissance, die in Ghana bereits am Markt agieren, sehen auch weiterhin gute Chancen. Insbesondere die Einführung eines neuen elektronischen Handelssystems wird im kommenden Jahr zusätzliche Impulse setzen. Möglicherweise wird dann auch die zuletzt kaum noch vorhandene Liquidität an Ghanas Börse zurückkehren. 

 

Oct. 30 (Bloomberg) — Vendors hawking handbags and fruit along downtown Accra’s Liberia Road are busier than the traders five stories upstairs on the Ghana Stock Exchange. 

An offshore-oil discovery, rising commodity prices and government spending on roads and other projects drove the market to a 63 percent gain this year, making it the world’s best- performing bourse. 

Weiterlesen …

Afrikas Börsen: Eine Liste

Was haben Mauritius, Botswana, Swaziland und Nigeria gemeinsam? Sie verfügen über eine Börse, genau wie weitere 14 afrikanische Länder. Darüber hinaus sind weitere Börsen südlich der Sahara im Aufbau, so etwa in Angola. 

In vorhergehenden Beiträgen war die Rede von Fonds, die sich auf den letzten weißen Fleck der Investmentlandkarte, Afrika, fokussiert haben. Wer die hohen Transaktionskosten und/oder administrativen Aufwand nicht scheut, kann es auch mit der Direktanlage versuchen. Ein Blick auf deren Internetauftritte verschafft einen ersten Eindruck.   

 

Bourse d’Alger, Algiers Stock Exchange

27, Bd Colonel Amirouche, Algeria
Tel: (213) 21 429686

 

Bourse Regionale des Valeurs Mobilieres (BRVM) 

18 Joseph Anoma Ave, (Rue des Banques) 
Abidjan 01 BP 3802 
Abidjan, Cote D’Ivoire
Tel: (+255) 2032-6685
Website: 
www.brvm.org 

 

Botswana Stock Exchange (BSE)
Unit 11, Plot 115 Millenium Office Park, Kgale Mews
Private Bag 00417 
Gaborone, Botswana
Tel: (+267) 318-0201
Website: 
www.bse.co.bw 

Weiterlesen …

Ölreichtum und was nun?

Nicht nur über die positiven Seiten des kommenden Devisenstroms aus Ghanas Ölexporten berichtet die FT in ihrem Beitrag „Crude Realities„.

Bis zu 20% Wachstum werden für den westafrikanischen Staat prognostiziert, wenn die Ölquellen ab 2009 sprudeln. Derzeit sind es immerhin 6%.

Bleibt nur zu hoffen, dass mit der Parlamentswahl dieses Jahr die Weichen für langfristiges und nachhaltiges Wachstum – auch mittels Öl-Dollars – gestellt werden.

Weiterlesen …

„He who owns Africa will own the world“

Das nur scheinbar angestaubte Zitat von Jomo Kenyatta, Kenyas erstem Präsidenten, bringt den heutigen Zeitgeist gut auf den Punkt: Der Wettbewerb um Afrikas Ressourcen läuft auf Hochtouren.

Afrika, der Kontinent mit einer Landmasse, die größer als Indien, China, USA, Europa, Neuseeland und Argentinien zusammen ist, bietet viele, häufig noch nicht voll erschlossene, Investitionsmöglichkeiten (Infrastruktur, Rohstoffe, Human Kapital). Deshalb ist Afrika und besonders die Länder südlich der Sahara auf der Landkarte der Investoren aufgetaucht.

So erreichte auch der deutsche Außenhandel mit Afrika im Jahr 2007 ein Volumen von 33 Mrd. Euro. Die deutschen Investitionen in Afrika stehen derzeit bei 5,8 Mrd. Euro. Die über 500 deutschen Unternehmen beschäftigen in Afrika mehr als 140.000 Menschen und machen einen jährlichen Umsatz von 21,5 Mrd. Euro (mehr).

Besonders beliebt ist Ghana, das durch seine kürzlichen Ölfunde nochmals in der Investorengunst deutlich gestiegen sein dürfte.

Längst ist es nicht mehr nur China, das auf hohe Renditen seiner Investitionen in Afrika hofft, sondern zunehmend sind es auch Europa, die Vereinigten Staaten und die Golfstaaten die in großem Maßstab investieren.

Das Interesse der institutionellen Investoren und von Private Equity Gesellschaften steigt stetig weiter: Die Commerzbank veranstaltet vom 07.10.-08.10. den  1. Deutsch-Nigerianisches Wirtschaftsforum. Frankfurt a.M. Auch die Aktivitäten des Afrika Vereins der Deutschen Wirtschaft erhöhen ihre Taktzahl merklich weiter. So u.a. auch mit einer Unternehmerreise nach Tansania.

Die Anlage südlich der Sahara hat ihre Berechtigung auch für den privaten Anleger, denn die Märkte südlich der Sahara weisen nur eine sehr geringe Korrelation zu anderen Kapitalmärkten auf.

Correlation matrix between regional equity markets

Africa All-share (ex S. Africa) JSE All- share FTSE All- share NIKKEI -225 S&P 500 MSCI World
Africa All-share (ex S. Africa) 1.00
JSE All- share 0.03 1.00
FTSE All- share -0.04 0.46 1.00
NIKKEI -225 0.04 0.30 0.21 1.00
S&P 500 -0.05 0.24 0.41 0.12 1.00
MSCI World -0.01 0.41 0.66 0.34 0.89 1.00

Improving macroeconomic performance of the region

Quelle: http://www.africanbusinessresearch.com/

Darüber hinaus wird jetzt Afrika südlich der Sahara auch für private Investoren erschlossen. Nach dem schon Zertifikate von ABN AMRO und der Bankgesellschaft Berlin am Markt waren sind jüngst auch Fonds am Start.

Zunächst trat die Wallberg Kapital AG mit einem Fonds mit Fokus auf Afrika südlich der Sahara an und jetzt folgte der deutsche Marktführer DWS. Das nördliche Afrika war bereits in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Kapitalanlagegesellschaften gerückt, was Südafrika schon seit Jahrzehnten ist.

Nach einer viel zu lange andauernden Phase von Ignoranz werden die interessanten Märkte südlich der Sahara heute langsam auch für private Investoren erschlossen.

Die Strategie den größten Markt südlich der Sahara – Südafrika – auszuklammern oder zumindest unterzugewichten ist sinnvoll, denn nur so entgeht man einem fast vollständigen Gleichlauf der Anlage mit den weltweiten Rohstoffmärkten.

Werbung

Afrikanische handgemalte Ölgemälde ab EUR 25,- von AFRIPI: www.MyAfricanPainting.de